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Musikverein
Altenhof im Mühlkreis
Bundesnummer: OO-09-003

Altenhof 34
4142 Hofkirchen i. M.

Musikverein Altenhof im Mühlkreis
 
Musikverein Altenhof
 

Geschichte der Musikkapelle Altenhof
Leopold Mayrhofer, der Gründer der Musikkapelle Altenhof.

Gründer der Musikkapelle Altenhof war 1918/19 der Gastwirt Leopold Mayrhofer.

Ebenfalls interessiert an der Gründung einer Musikkapelle waren der Fuchs aus Lampersdorf, Adlersgruber Peter - Lehrer in Altenhof, Hofer Adolf - Verwaltersohn, Schweitzer Heinrich und Anton von der Hofmühle, Hinterleitner Franz - Wagner sowie Ratzesberger Johann (der Schneider Hans).

Schlagzeuger in den Geburtsjahren waren Kapfer Mathias - Cinelle, Huber Franz (Tischler in Altenhof) - Kl. Trommel, Kneidinger Franz (Schuster) - Gr. Trommel. Dazu gesellten sich auch viele die nur vorübergehend dabei waren. Aber auch Langzeitdiener waren schon darunter, die zum Stamm der Musik heranwuchsen. Es waren dies, Ratzesberger Fritz, Hölzl Hubert, Huber Franz und Kneidinger Max.


Eines der ältesten Bilder von der Altenhofer Musikkapelle im Schloßpark Altenhof.

 

Die Ausbildung der Musiker hatte ausschließlich Kapellmeister Mayrhofer Leopold über. Erst später wurde er von einigen anderen, wie Schweitzer Heinrich und Ratzesberger Johann, unterstützt.

Nach dem Krieg übernahm die Ausbildung auch noch Mayrhofer Anton, Huber Franz, Kneidinger Max und Füchsl Johann.

 

Probelokal

Die Musikproben wurden fast immer im Gasthaus Mayrhofer abgehalten. Ab und zu wurde zur Winterszeit auch privat bei einzelnen Musikern geprobt.

In den Anfangsjahren wurde nur bei Tisch geprobt, erst nach dem 2. Weltkrieg sind Notenpulte angekauft worden. Die Musikproben im Gasthaus waren ein Unding, überhaupt wenn Gäste anwesend waren. Zur Bauzeit der Rannatalsperre war dies dann noch viel ärger. Nach einem Umbau Anfang der 60er Jahre im Gasthaus wurden die Proben dann im Nebenzimmer abgehalten.

1975 übersiedelte die Musikkapelle in die damals neu errichtete Volksschule, wo der leerstehende Raum des heutigen Kindergartens und später ein Klassenzimmer als Proberaum genützt werden konnte. Seit 1980 hatte die Musik erstmals eine eigene Bleibe im Dachraum des Feuerwehrzeughauses.

Ein Meilenstein in der Geschichte der Musikkapelle Altenhof war sicherlich der Bau eines eigenen Musikheimes. Mit einem Investitionsaufwand von 0,5 Mio. Euro wurde in zweijähriger Bauzeit mit viel Eigenleistung ein funktionelles Bauwerk für "Alt und Jung" geschaffen. Mit dem Bezug des neuen Probelokales im Sommer 2003 beginnt nun eine neue Ära für den Musikverein Altenhof. Dieses moderne Gebäude bietet ausgezeichnete Probebedingungen und lässt beinahe keine Wünsche offen.

Die Ausrückungen damals beschränkten sich auf die Umrahmung örtlicher und kirchlicher Feste. Ganz besonders ist die Auferstehungsfeier am Karsamstag mit dem anschließendem Weckruf am Ostersonntagmorgen zu erwähnen. Der Osterweckruf ist auch heute noch große Tradition.

Unter Kapellmeister. Eckerstorfer wurde die jährliche Jahresratsche unter dem Motto "Háms schá ghert", am Silvestertag ein fester Bestandteil der jährlichen Ausrückungen.

Die Teilnahme an Bezirksmusikfesten - Landesmusikfeste - Viertelfeste - das jährliche Frühschoppen - das Frühjahrskonzert und viele andere Anlässe und Feierlichkeiten komplimentieren nun zur Zeit den Ausrückungskalender.

 

Kapellmeister

Gründer und 1. Kapellmeister der Musikkapelle Altenhof war Leopold Mayrhofer.Ab 1935 übernahm Anton Mayrhofer von seinem Vater die Kapellmeisterstelle der Musikkapelle Altenhof.

Erster Kapellmeister bis 1935 war Mayrhofer Leopold.

Ihm folgte sein Sohn Anton. Er war es auch, der nach dem Krieg unter schwierigsten Umständen begann, mit ganz wenigen Stammmusikern wieder eine Musikkapelle aufzubauen.

Nach dem Tod von Mayrhofer Anton zu Pfingsten 1953, übernahm Kneidinger Max kurzfristig die Kapellmeisterstelle, der auch seinem Vorgänger während seiner Krankheit als Stellvertreter zur Seite stand. Da es aber immer mit Schwierigkeiten verbunden ist, wenn bei gleichwertigen Musikern einer den Chef spielen muss, hat sich bis heute bewahrheitet.

So wurde 1955 der damalige Schulleiter Werner Binder bis zu seiner Versetzung nach Linz mit der Kapellmeisterstelle betraut. Kpm. Binder begann auch 1955 eine Chronik über das musikalische Geschehen zu schreiben. Die Aufschreibungen werden bis zum heutigen Tag vom jeweiligen Kapellmeister weitergeführt.

Nachfolger von Werner Binder wurde der damalige Junglehrer Ewald Eckerstorfer. 16 Jahre leitete er mit sehr viel persönlichem Einsatz, aber auch mit psychologischem Gespür für jeden Einzelnen, unsere Musik. Während seiner Amtszeit nahm die Kapelle nicht nur einen leistungsorientierten Aufschwung, sondern auch kameradschaftlich wurde die Musikkapelle gefestigt. Kpm. Eckerstorfer bildete auch sehr viele Jungmusiker aus. Auch die Klarinettenstimmen wurden erstmals besetzt. Hölzl Herbert, Irlesberger Kurt und Froschauer Alois waren die ersten Klarinettisten.

Nach der Übersiedelung von Kpm. Dir. Eckerstorfer von Altenhof nach Pfarrkirchen im Jahr 1972 übernahm Gebhard Kneidinger die Kapellmeisterfunktion. Mit dem Alter von 24 Jahren war er damals der jüngste Kapellmeister des Bezirkes Rohrbach. Kpm. Kneidinger setzte den qualitativen Aufstieg der Musikkapelle fort. Ganz besonders bemüht war er um die Aus- und Weiterbildung der Jungmusiker. Es waren viele Mädchen und Burschen die bei Gebhard ein Instrument erlernten. Als Unterrichtsraum diente dabei die Schusterwerkstätte seines Vaters. Als Bezirksjugendreferent war er auch viele Jahre im Vorstand des Blasmusikverbandes Rohrbach. Nach 30 Jahren an der Spitze der Musikkapelle übergab er 2003 das Kapellmeisteramt in jüngere Hände und bleibt als Flügelhornist noch weiter in den Reihen der Musikkapelle.

Seit dem Frühjahr 2003 ist nun Werner Reiter Kapellmeister der Musikkapelle Altenhof. 50 Aktive und ein neues Musikheim haben ihm die Entscheidung, dieses Amt zu übernehmen, leicht gemacht. Auf Grund seines musikalischen Könnens sowie seiner Beliebtheit bei allen Mitgliedern war er als Nachfolger für diese verantwortungsvolle Funktion am Besten geeignet. 2009 hat Christoph Wögerbauer von Werner Reiter die musikalische Leitung der Musikkapelle Altenhof übernommen. Die Kapellmeisterausbildung bei Thomas Doss hat er 2012 abgeschlossen. Der Musikverein Altenhof kann jedenfalls stolz sein, wieder aus den eigenen Reihen einen Kapellmeisternachfolger gewonnen zu haben.

 

Stabführer

Als Stabführer fungierten meistens die Kapellmeister, nur nach dem Krieg war Georg Eilmannsberger (vulgo Schorschn Schorsch) bis zu seinem Tode 1953 Stabführer.

Von 1972 bis 2006 war Josef Froschauer jun. hauptamtlicher Tambourmajor und seit 1986 wird die Musikkapelle auch von Marketenderinnen bei den musikalischen Auftritten begleitet. Seit 2006 ist Markus Wögerbauer Stabführer.

 

Obmann

1971 wurde nach Verlangen der Behörde ein Musikverein konstituiert und zum erstenmal wurde ein Vereinsvorstand gewählt. Erster Obmann war Franz Rudorfer, ihm folgte Karl Wollendorfer und von 1987 bis 2009 war dann Fritz Huber unser Obmann. Derzeit ist Daniel Huber Obmann der Musikkapelle Altenhof.

 

Bekleidung

Zur Gründungszeit trugen unsere Musiker nur Zivilkleidung bei ihren Ausrückungen. Erst einige Jahre später wurde ein Ausseer Hut mit einem Federnbusch als einheitliche Kopfbedeckung angeschafft.

Die Musikkapelle in Wehrmachtsuniform bei einer Fronleichnamsprozession.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde eine gebrauchte amerikanische Wehrmachtsuniform mit Tellerkappe in braungrüner Farbe angekauft. Das die meisten Musiker, vor allem die Älteren, die den Krieg samt seinen grausamen Folgen miterlebt haben, mit dieser Uniform nicht viel Freude gehabt haben, ist verständlich.

So wurde schon 1958 eine neue Tracht, die der heutigen sehr ähnlich war, angeschafft. Am 18. Sept. 1958, am Tag der Schuleinweihung rückte die 20 Mann starke Musikkapelle erstmals mit der neuen Tracht aus. Sie bestand aus einem braunen Trachtenrock, schwarzer langer Hose, schwarzer Hut und einem blauen Bündel. Die Kosten der Tracht beliefen sich damals auf ca. S 14.000,--.

1965 wurde die Tracht mit einer schwarzen Pumphose, blauen Wadenstutzen und rote Westen vervollständigt.

20 Jahre später, 1984 wurde die stark strapazierte Tracht durch eine Neue ersetzt. Kostenpunkt S 132.000,--.

 

Zu den Instrumenten

Da zur Gründungszeit "Geld" Mangelware war, mussten die meisten Instrumente aus eigener Kasse beigesteuert werden. Erst nach und nach wurden Instrumente aus der Musikkasse angekauft.

Im Jahr 1920, laut einer Sammelliste die noch vorhanden ist, wurde die erste größere Sammelaktion für eine große Trommel gestartet. Die ersten Instrumente wurden von der Fam. Mayrhofer, später auch von Max Kneidinger beigestellt. Die Instrumente waren alle in alter hoher Stimmung und zum Teil auch schon sehr desolat, verbeult und löchrig. So wurde 1964/65 der Wunsch nach einer Neuinstrumentierung in Normalstimmung immer lauter. Es gab damals im Bezirk nur noch wenige Kapellen die in hoher Stimmung musizierten. Die Kosten der Anschaffung neuer Instrumente im Jahr 1965 beliefen sich auf S 63.000,--.

Im Laufe der Jahre und nur durch die großzügige Unterstützungen der heimischen Wirtschaft, insbesondere der Firma Blumen IRIS konnten bis zum heutigen Tage viele neue Musikinstrumente angeschafft werden.

Die instrumentale Besetzung war in den Anfängen, ein 1. und 2. Flügelhorn, ein 1. und 2. Bassflügelhorn als Melodieinstrumente. Ein F- und B-Bass, ein 3. Flügelhorn, 2. bis 4. Es-Trompete sowie eine Basstrompete bildeten das Begleitregister. Je eine kleine und große Trommel und eine Cinelle komplimentierten die Zusammenstellung der Musik. Erst 1964 konnten die Klarinettenstimmen erstmals besetzt werden, einige Jahre später kam noch eine Es-Klarinette dazu. Die Begleitstimmen wurden mit Ventilposaunen verstärkt. Bei den Melodieinstrumenten kamen B-Trompeten hinzu, früher gab es fallweise nur einen obligat Trompeter.

Heute setzt sich die Musikkapelle Altenhof im Holzsatz aus einer Es-Klarinette, vier Flöten, je drei 1., 2. u. 3. Klarinetten, zwei Es-Saxophone, ein Tenor-Saxophonen und ein Bariton-Saxophon, im Blechsatz aus zwei 1. u. drei 2. Flügelhörner, drei Tenorhörner, zwei Baritonen, vier Trompeten, drei Waldhörner, drei Posaunen und einem F- u. B-Bass zusammen. Das Schlagzeugregister bilden sechs Schlagzeuger mit großer Trommel, kleiner Trommel, Becken, Pauken sowie einem kombinierten Schlagwerk. Und nicht zu vergessen das wichtigste Instrument, der Taktstock ist besetzt mit dem Dirigenten.

 

Musikliteratur

Die Entwicklung der spielbaren Literatur für unsere Kapelle ging chronologisch der Besetzung und Ausbildung von statten. In den Anfangsjahren wurden großteils Straßenmärsche, Trauermärsche und geistliche Lieder zu den verschiedenen Anlässen, meistens auswendig gespielt.


Die Noten wurden meist selbst geschrieben, bzw. auch komponiert. (Der "Dorfer Lieder Marsch" wurde von unserem Musikvereinsgründer Gastwirt Leopold Mayrhofer komponiert.)

 

Nach und nach kam neue Literatur, sowie Konzertmärsche, Potpourris, Walzer, Polkas, Ouvertüren, Vortragsstücke und moderne Unterhaltungsmusik in das Repertoire der Musikkapelle.

Die Aufwärtsentwicklung, sei es in qualitativer oder quantitativer Form war bei allen Kapellen im Lande zu erkennen. Einen wertvollen Beitrag dazu, leistete der OÖ. Blasmusikverband. Auch die Musikkapelle Altenhof ist Mitte der 50er Jahre dem OÖBV beigetreten, dessen Ziele in der Aus- und Weiterbildung der Kapellmeister, Fortbildungsveranstaltungen für Jungmusiker, Vorstellung neuer Musikliteratur, liegt. Dieser Zweck soll durch Abhaltung von Musikfesten, Konzerten und Wertungsspielen besonders unterstrichen werden. Seit Bestehen des Verbandes nahm die Musik aus Altenhof an 24 Marsch- und 26 Konzertwertungen teil.

 

"Ohne Geld, keine Musik" - auch auf dieses Thema muss zurückgeschaut werden.

Das spärliche Geld in der Musikkasse zur Gründungszeit verwaltete als erster Kassier Franz Kneidinger. Ihm folgte Anton Mayrhofer, Max Kneidinger, Johann Krennmayr, dann wieder Max Kneidinger, danach viele Jahre lang Josef Hinterberger und bis zum heutigen Tag Josef Rauöcker. Seit Bestehen der Aufschreibungen die ab 1952 noch vorhanden sind, wurden von der Musikkapelle Altenhof ca. 2 Mio. Schilling Ausgaben getätigt.

Diese gewaltige Summe konnte nur durch die Spendenfreudigkeit unserer Bevölkerung, die jahrein jahraus ihr Scherflein für die Musik abtreten, erreicht werden. Die Spenden alleine würden nicht ausreichen, wenn nicht auch andere Vereine und Institutionen, ihren Beitrag dazu leisten würden. Sei es die örtliche Feuerwehr, Gemeinde, Theatergruppe, Raiffeisenkasse, Versicherungen, Kulturabteilung der Landesregierung und private Unternehmer und Gönner, allen sagen wir ein herzliches Dankeschön für ihre Unterstützung.

Vieles hat sich seit der Gründung unserer Musikkapelle getan, und Vieles wird sich noch tun. Nur dem unermüdlichen Einsatz vieler Idealisten ist es zu verdanken, daß trotz manchmal schwieriger Situationen die Musikkapelle Altenhof eine gute Gemeinschaft geworden ist und unverzichtbar in unserer Gesellschaft verankert ist.

Stand der Chronik ist das Jahr 2000 (2014)


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